Stammestag 2020 – kleiner Kreis, große Entscheidungen

Erschienen am 10. November 2020 in Aktionen

Thorsten

 

In 2020 läuft vieles nicht wie gewohnt. Corona bestimmt den Alltag, das Arbeits- und Vereinsleben. So haben auch die Pfadfinder in Einhausen eine längere Zwangspause einlegen müssen. Einige Aktionen, das Sommerlager und die wöchentlichen Gruppenstunden konnten nicht mehr stattfinden. Doch die Durststrecke ist, dank entsprechender Hygienemaßnahmen, mittlerweile überwunden: seit Anfang September treffen sich alle Gruppen wieder regelmäßig. Sogar zwei, sowohl für den Stamm als auch die Kinder wichtigen Aktionstage, konnten realisiert werden – auch wenn hier, dank Corona, Kreativität in der Umsetzung gefragt war.

Die Georgsgiggel Einhausen haben aus Gründen der Corona-Beschränkungen ihren jährlichen Stammestag – so nennen die Pfadfinder ihre Jahreshauptversammlung – so klein wie möglich und groß wie nötig auf ihrem Wiesengrundstück begangen. Die Anwesenden waren nicht wie üblich alle Vereinsmitglieder und Unterstützer, sondern nur Personen, die eine entsprechende Funktion innehatten. So waren die Teilnehmer auf den Vorstand, die Kasse und alle Stimmberechtigten der jeweiligen Stufen beschränkt. Nach einer kurzen Begrüßung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit sowie der Entlastung des Vorstandes standen in diesem Jahr auch Neuwahlen an. Sowohl einen neuen Stammesvorstand als auch einen neuen Kuraten galt es, für den rund 80 Personen starken, Verein zu wählen.

Carola Richter, die das Amt des Stammesvorstandes innehat, kandidierte erneut und wurde einstimmig Wiedergewählt. Alle sind der Meinung, dass sie die ihre Aufgabe gut macht und wollen sie als Stammesvorstand, an der Seite von Thorsten Ernst – dessen Amtszeit erst kommendes Jahr ausläuft – nicht missen.

„Irgendwann kommt die Zeit, da will man die Jugendarbeit auch an die Jugend übergeben.“ So begründete Robert Klüsener, Kurat und Mitbegründer des Pfadfinderstamms in Einhausen seinen Rückzug aus dem Vereinsvorstand. Als Georgsgiggel der ersten Stunde wird er allen natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, doch die Vorstandsaufgabe soll nun jemand anderes übernehmen. Der 18-jährige Felix Krampff, der sich bereits kirchlich engagiert, scheint hierfür genau der Richtige zu sein. Er kandidiert und wird ebenfalls einstimmig gewählt. Robert Klüsener überträgt ihm im Anschluss nicht nur sein Amt, sondern überreicht ihm feierlich sein Kuraten-Kreuz und Scoutsmission-Halstuch – eine schöne Geste, die den Nachwuchskuraten und alle Anwesenden sichtlich rührt. Da bleibt nur noch Danke zu sagen, für den Einsatz in all den Jahren und vor allem auch die Idee, einen Pfadfinderstamm in Einhausen zu gründen – DANKE Robert!

Natürlich durften die Kinder im Anschluss an die Wahlen, wie üblich, noch ihre Wünsche für das kommende Jahr vortragen. Doch ob mit Corona ein Fahrrad-Hike, ein Sommerlager oder ein gemeinsamer Zoobesuch überhaupt möglich sein wird, bleibt abzuwarten.

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